Tuesday, 17. May 2011
60 Jahre Cinerama
Schon lange vor dem aktuellen 3D-Boom haben sich Kinomacher den Kopf zerbrochen, wie sie das Erlebnis noch großartiger machen könnten. Ein Verfahren ist das 1952 vorgestellte Cinerama. Drei 35-Millimeter-Projektoren projizieren gleichzeitig auf eine tiefgekrümmte Bildwand. Dadurch entsteht ein Bild im Verhältnis 2,76:1. Die Bildwand selbst besteht aus vielen etwas mehr als zentimeterbreiten Streifen, die einzeln auf den jeweiligen Projektor ausgerichtet sind.
Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte: eine Schemazeichnung gibt es bei der englischsprachigen Wikipedia, Fotos aus dem Kino in Bradford bei in70mm.com.
Um Material für drei Projektoren zu bekommen, musste man natürlich mit drei gekoppelten Kameras drehen. Extrem mühsam und aufwendig! Dazu die notwendigen Umbauten in den Kinos, die 3 Vorführräume, ebensoviele Vorführer und Projektoren (in Zeiten vom Überblendbetreib sogar 6!) brauchten, dazu die spezielle Bildwand ... kein Wunder, dass es nur noch ein einziges Kino in Europa gibt, das Cinerama vorführen kann: das »Pictureville« in Bradford.Und weil Cinerama 2012 sein 60. Jubiläum feiert, wird das nächste Widescreen Weekend im März ganz im Zeichen dieses Formats stehen. Wolfram Hannemann hat einen netten Werbefilm gemacht:
PS: damit alle geplanten Filme wirklich vorgeführt werden können (von einem Film lagert die einzige noch existierende Kopie in Australien), ist das Festival auf Spenden angewiesen.

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