Thursday, 28. February 2008
It don't mean a thing...
Recht hat er, der Duke.
Und den Swing hat Roger Cicero offensichtlich schon mit der Muttermilch aufgesogen. Beim Konzert in Karlsruhe fand ich ihn einfach nur Klasse. Stimme, Umfang, Tongebung, Moderation, Outfit - alles tip top. Bei seinen Ausflügen ins Publikum ließ er sich bereitwillig knipsen und posierte mit Fans. Und sang dabei fehlerfrei weiter.
Was bei der meiner Meinung nach mehr als schlechten Saalakustik für mich an ein Wunder grenzte. Man stelle sich einen elliptischen Saal mit Glaswänden (!) vor. Wie kann man sowas als Konzertsaal verwenden? Grausam.
Die kleine Big Band (nur zwei Trompeten und zwei Posaunen statt der üblichen vier oder fünf, nur 4 Saxophone statt fünfen), die er als Begleitung dabei hat, war ganz groß. Herausragend Ulli Orth am Altsaxophon und natürlich Stephan Abel am Tenor. Wobei ich mir ein paar Soli mehr gut vorstellen könnte.
Die Technik war der Band ebenbürtig. Das Licht war sehr gelungen, vor allem die verwendeten LED-Panels haben mir gefallen. Und die Tonleute haben es trotz widrigster Saalakustik geschafft, dass man etwa zwei Drittel des Texts verstanden hat.
Erst nach vielen Zugaben wurde die Band vom begeisterten Karlsruher Publikum »entlassen«. A propos Zugabe: da wurde ausgerechnet ein Medley aus all den Nummern der CDs gespielt, die im Konzert gefehlt hatten. Mit den vielen Tempiwechseln eine anspruchsvolle Art, tschüß zu sagen.
Mit einer guten Saalakustik wäre es für mich das Konzert des Jahres gewesen. So behält Annett Louisan den Spitzenplatz

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