Friday, 27. March 2009
Le Grand bleu - Im Rausch der Tiefe
»Le Grand bleu – Im Rausch der Tiefe«, Frankreich 1988
Regie, Buch, Produktion: Luc Beson, Musik: Eric Serra, Kamera: Carlo Varini, Schnitt: Olivier Mauffroy
Darsteller: Jean-Marc Barr, Jean Reno, Rosanna Arquette, viele Delfine
Trailer bei IMDB
Ich war zum ersten Mal in der Classic-Sneak in der Schauburg. Zu Anfang waren wohl alle irritiert, als ein Unterwasserfilm nur mit Musikuntermalung im Format 1:1,37 anfing. Nach vielleicht einer viertel Stunde war aber schon Schluß – es gibt sie noch: die Vorfilme. Vorhang auf für den Hauptfilm im Format 1:2,22.
Der Film führt uns in die kleine Welt der sogenannten Apnoe-Taucher, die ohne jegliches Gerät in unglaubliche Tiefen vorstoßen. Die alten Freunde Jacques und Enzo stellen im Wettkampf einen Weltrekord nach dem anderen auf.
Während Enzo (Jean Reno) ein richtiger Lebemann ist (ok, nicht ganz, schließlich fährt er einen uralten Fiat) und das Spektakel liebt, ist Jaques (Jean-Marc Barr) sehr introvertiert. Er versteht sich besser mit Delfinen als mit Menschen. Das macht es schwierig für Johana (Rosanna Arquette), die sich auf den ersten Blick in Jaques verliebt hat.
Auf mich hat das Werk einen zwiespältigen Eindruck gemacht. Die Tauchszenen sind packend inszeniert und sehr gut gefilmt, die Landschaftsaufnahmen sind gelungen und es gibt viele starke Bilder.
Nicht so gut fand ich die Rolle von Rosanna Arquette, die am Anfang eine Karrikatur einer kurzsichtigen Blondine spielt, die nur kurz durch ihre Brille linst und sie anschließend versteckt. Die mit Stöckelschuhen zum Camp einer Expedition in Peru reist. Und die ab etwa der Mitte des Films von jetzt auf nachher keine Brille mehr braucht, in Jeans und Hemd herumläuft und sogar die Wohnung streicht.
* Achtung Spoiler, ich verrate ausnahmsweise Teile vom Ende *
Ebenfalls nicht gelungen finde ich die Sterbeszene. Naja, im Taucheranzug auf dem Rücken liegend läßt wohl nicht allzu viele Möglichkeiten zu. Mir wäre es passender erschienen, wenn der andere Hauptdarsteller im Wettbewerb gestorben wäre und im Wasser hätte bleiben wollen.
Fazit: gut fotografierter Film mit starken Bildern, spannende Unterwasserszenen, Drehbuch meiner Meinung nach mit Schwächen. Und zu viel Wasser. ![]()
Drei von fünf Sternen.


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