Tuesday, 1. March 2011
Auch beim Rücktritt blieb er sich treu: er stilisierte sich in seiner Abschiedsrede zum Opfer. Und sprach nur vor ausgewählten Medienvertretern.
Spiegelfechter Jens Berger hat für die Nachdenkseiten den sehr treffenden Beitrag »Guttenbergs unaufrichtiger Rücktritt« verfasst.
Husch, zurück auf die Burg! And now for someting completely different.
Sunday, 27. February 2011
Sag mir bitte jemand, dass das ein schlechter Scherz ist: angeblich soll ein Cousin unseres besten Ministers, ein Karl Ludwig Baron von und zu Guttenberg stellvertretender Chef vom Dienst in der Bundesredaktion der Zeitung mit den vier Buchstaben sein.
Bestimmt nur eine Kampagne aus der feigen linken Ecke.
PS: Nachdem der Server bei Wend zusammengebrochen ist, gibt es einen Mirror bei blog.rebellen.info.
Monday, 21. February 2011
Ich kann's nicht mehr hören. Das Geschwätz der Guttenberg-Fans von den paar Fußnoten und Hauptsache, er mache seinen Ministerjob ordentlich.
Es geht NICHT um eine Handvoll vergessener Anführungszeichen und auch nicht um »angebliche« Fehler: für jedermann nachvollziehbar beweist Guttenplag, dass mindestens 70 Prozent der Seiten der Dissertation zusammengeklauten Inhalt haben und dass Wortänderungen zur Verschleierung vorgenommen wurden.
Diese Arbeit ist Betrug. PUNKT. Noch dazu hat Googleberg den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages mitarbeiten lassen. Damit hat er UNSERE Steuergelder für seinen Doktortitel ausgegeben. Und so jemandem soll man den Verteidigungshaushalt anvertrauen?
Und nein, er macht KEINEN guten Job als Verteidigungsminister (Gorch Fock, Talkshow mit Frau und Kerner in Afghanistan, geöffnete Feldpostbriefe; siehe NZZ Online).
Und er ist mittlerweile (?) so arrogant (weltfremd? abgehoben?), dass er die Presse nach Gutsherrenart verschaukelt.
Können wir den Herrn bitte zurück auf seine Ritterburg schicken? Ich möchte lieber von den Marx-Brothers regiert werden. Oder noch besser: Danny Kaye.
Die Haargelindustrie wird es verschmerzen.
PS: nachdem für Herrn Dr. Guttenberg die Plagiatsvorwürfe letzte Woche noch abstrus waren, er ein paar Tage später den Doktortitel bis nach der Prüfung durch die Universität Bayreuth ruhen lassen wollte (aber nur bis dann), mag er jetzt gar nichts mehr vom Doktorspielen wissen. Nachdem er sich vorher mit fremden Federn summa cum laude geschmückt hat, bezeichnet er seine Dissertation jetzt als Blödsinn. Schönes Lob für die Damen und Herren, die die Originaltexte wirklich in mühsamer Arbeit verfasst haben.
Und das Stimmvieh hält begeistert an ihm fest ... Wir haben Glück, dass Horst Schlämmer nicht wirklich zur Wahl angetreten ist. Vermutlich wäre er jetzt Kanzler.
Thursday, 17. February 2011
Schon das Vorwort der Doktorarbeit beginnt mit kopierten Sätzen – wozu soll man sich über den Rest noch Gedanken machen? Wer's trotzdem tun will: GuttenPlag Wiki.
Wer auf der Suche nach den Grundlagen ist, sollte sich bei Raphaels Pflock den Artikel Gutenberg und Zehnpfennig ansehen.
Bleibt meiner Meinung nach nur noch offen, welche Ausrede sich die Uni einfallen läßt. Und ob der Ghostwriter einen Rüffel bekommt.
PS: Hadmut weist darauf hin, dass man nicht nur den Schummler, sondern alle Beteiligten in die Pflicht nehmen sollte.
Wie Realschüler schon immer wussten: Doktortitel werden maßlos überschätzt.
Saturday, 4. December 2010
Es geht auch ohne DNS-Eintrag: http://213.251.145.96/.
Weitere Infos überall im Netz. Leicht zu finden z. B. über http://rivva.de/.
Tuesday, 30. November 2010
Scheinbar unaufhaltsam kommt der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) auf uns zu. Wir erinnern uns: das ist das Meisterwerk unserer Politiker, in dem z. B. ernsthaft Öffnungszeiten für Webseiten vorgeschlagen werden.
Eine gute Zusammenfassung zum Thema bietet t3n.
Weil mein Blog natürlich unter die unten zitierte Ausnahmeregelung (berechtigtes Interesse, wichtig und überhaupt) fällt, werde ich erst einmal weitermachen.
»Das Gesetz sagt, dass alle Inhalte nach Altersstufen klassifiziert werden müssen. Nur Seiten, die „Nachrichtensendungen [und] Sendungen zum politischen Zeitgeschehen“ entsprechen und an deren Inhalten ein „berechtigtes Interesse“ besteht, sind ausgenommen.«
Den Laden wie Kris Koehntopp zu schließen, scheint mir ein bisschen wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod.
Noch dazu ist das ein Signal, das von unserer Heeresleitung gar nicht wahrgenommen wird. Die wird sich im Gegenteil freuen, dass es weniger kritische Stimmen gibt.
UPDATE: Das Lawblog hat einen lesenswerten Beitrag: Blogger können leidlich gelassen bleiben.
Friday, 8. October 2010
»Jeder weiß, dass Parlamentsbeschlüsse (z.B. Afghanistankrieg) nie wieder geändert werden dürfen. Würde man das Projekt rückgängig machen, hätte das einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum und die sofortige Apokalypse zur Folge.«
Der Postillion erklärt Stuttgart 21
Für die Juristen unter meinen Lesern:
Ist das Zitieren in diesem Umfang ok? Falls nicht, kann ich gern noch ein paar Absätze Müll drunterschreiben ...
Wednesday, 17. February 2010
Wenn ich lese, dass jemand an Richtlinien arbeitet, die Öffnungszeiten für Webseiten vorsehen, sehe ich erst einmal auf den Kalender, ob vielleicht der 1. April ist. Der nächste Schritt ist Kopfschütteln, danach blankes Entsetzen.
Nein, ich habe keine Kraft mehr, zu diesem Bull Shit etwas zu schreiben. Wenn es denn sein muss, mache ich das Blog zu und wandere aus. Vielleicht nach China.
Allen immer noch nicht Entmutigten sei die Lektüre der Stellungnahme des AK Zensur empfohlen. Und das ODEM.blog.
Monday, 15. February 2010
Nein, dieser Eintrag bezieht sich nicht auf Politik.
Sondern um Dinge, die man nicht erleben will, Folge 428:
Im Berufsverkehr in der voll besetzten S-Bahn sitzen und am Hauptbahnhof steigt eine Horde Rosenmontagsbesucher auf dem Heimweg von Mainz zu.
Noch Fragen?
Thursday, 29. October 2009
heise online meldet:
Neue Justizministerin verspricht grundlegende Datenschutzreform
[...] Konkret habe Schwarz-Gelb zudem bereits im Koalitionsvertrag die Einrichtung einer "Stiftung Datenschutz" nach dem Vorbild der "Stiftung Warentest" verabredet. Diese solle ein "Gütesiegel" vergeben. [...]
netzpolitik.org schreibt:
Exklusiv: Die Bücher der Anderen
[...] 500.000 Rechnungen von Libri.de standen mehr oder weniger frei im Netz. Gestern konnten wir testweise innerhalb einer halben Stunde ca. 20.000 davon herunterladen. [...]
Eine zusätzliche Datenschutz-Brisanz erhält der Fall durch ein »S@fer-Shopping-Zertifikat« der Firma TÜV-Süd AG. Diese Firma wirbt mit für ihre gewerblichen Datenschutz- und Sicherheits-Dienstleistungen mit diesem Zertifikat. Libri.de hat den TÜV Süd als externen Dienstleister beauftragt, die Sicherheit des Online-Stores im Rahmen eines Datenschutz-Audits zu untersuchen. Das für die Firma Libri.de ausgestellte »S@fer Shopping Zertifikat« erklärt:
»Mit geprüfter Qualität, Sicherheit und Transparenz ist www.libri.de in hohem Maße vertrauenswürdig.«
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