Sunday, 27. September 2009
Das Zwischenergebnis der Bundestagswahl gibt es bei bundeswahlleiter.de.
Auszug Zweitstimmenergebnisse am »unteren«
Ende Stand Sonntag abend 23 Uhr 15:
- Grüne: 10,6%= 4.133.695 Stimmen
- CSU: 7,3% = 2.830.210 Stimmen
- PIRATEN: 1,9% = 738.957 Stimmen
- NPD: 1,4% = 562.612 Stimmen
- Tierschutzpartei: 0,6% = 221.353 Stimmen
Friday, 25. September 2009
Es ist soweit. Der wirklich letzte Beitrag zur Wahl (vor der Wahl) in diesem Blog. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.
Wer immer noch nicht so recht weiß, an wen er seine Stimme für vier Jahre abgeben soll, findet Entscheidungshilfe auf Alvar Freudes Seite wen-waehlen.de.
Man gibt z. B. die Postleitzahl seines Wohnorts ein und bekommt die aufgestellten Direktkandidaten gelistet, zum Teil mit Bild, Infos zu polititschen Zielen und Links zur Homepage des Kandidaten.
Oder man macht den Test, beantwortet Fragen und verteilt Sternchen auf Themenblöcke, die einem wichtig sind und erhält anschließend eine Aufstellung, welche Parteien dazu passen.
Das alles ist sehr viel detaillierter gemacht als der weithin bekannte Wahl-O-Mat. Danke, Alvar.
And now for something completely different.
TV-Total ist eine dieser Sendung, die mir ziemlich am ... vorbeigehen. Die letzten Tage konnte man im Web den Hinweisen auf die Aktion Enter den Raab nicht entkommen, die dafür sorgen wollte, dass in Raabs Wahlsendung auch die Piratenpartei berücksichtigt werden möge. Wurde sie nicht und Raab wird im Web mittlerweile in die Rubrik »Internetausdrucker« oder »alter Mann mit Kugelschreiber« gesteckt.
Nun haben sich ein paar pfiffige Jungs unters Studiopublikum gemischt und präparierte Wahlzettelchen unters Volk gebracht, die um die Rubriken »Piratenpartei« und »Sonstige« ergänzt waren. Im anschließend präsentierten Ergebnis waren diese Stimmen auf wundersame Weise verschwunden. Ausführlicher Beitrag auf piratig.de. #Raab-
PS: ich vergaß: geht wählen! Nichtwähler werden von Politikern nicht wahrgenommen.
Friday, 7. August 2009
Antwort von Herrn Eckhard Fischer (Wirtschaftsreferent der SPD-Bundestagsfraktion) auf die Ankündigung eines Internet-Nutzers, aus Protest gegen das Zugangsers Zensurgesetz künftig einen eigenen DNS-Server betreiben zu wollen:
[...] Sie hingegen haben für sich die technischen Voraussetzungen geschaffen, damit sie sich weiterhin unbeschränkt, wenn Sie denn die Absicht hätten, die Vergewaltigung von Kindern betrachten können und dies auch im Bekanntenkreis weiter empfohlen. Die Kinderschänder in dieser Welt werden es Ihnen danken [...]
Eigener DNS-Server? Das scheint doch ziemlich verwerflich, wenn man Herrn Fischer glauben darf. Sodom und Gomorra.
Wie man bei evil daystar nachlesen kann, betreibt auch – die SPD einen eigenen DNS-Server. Frau von der Leyen, könnten Sie beim Koalitionspartner bitte schnellstens nach dem Rechten sehen?
Sunday, 2. August 2009
Frank hat mich überzeugt. In den Kommentaren schrieb er sinngemäß, dass man nicht müde werden dürfe, Fehler unserer Obrigkeit in Blogs zu melden. Also weiter im Text.
Frau von der Leyen erklärt dem Hamburger Abendblatt ihre weiteren Pläne bezüglich des rechtslosen Internets:
»Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann.
«
Udo Vetter erläutert im
Law blog ausführlich, was das für ein Unfug ist und nennt Beispiele aus seiner Arbeit als Strafverteidiger. Ein sehr lesenswerter Artikel. Zitat:
»:Mobben, beleidigen, betrügen. All das kann man im Internet tun. Genau so, wie man es im wirklichen Leben tun kann, zum Beispiel Angesicht zu Angesicht, per Brief, Fax oder Telefon. Aber egal, wie man es macht – es ist strafbar und wird verfolgt. Auch im Internet. Ich erlebe es als Strafverteidiger Tag für Tag, wie die Polizei akribisch jeder Anzeige wegen Verletzung der persönlichen Ehre nachgeht.«
weiterlesen »
Könnte man jetzt bitte Frau von der Leyen abwählen? Oder könnte ihr wenigstens jemand den Dienstwagen klauen?
Monday, 13. July 2009
Nachdem die Piratenpartei schon eine Weile als Verein von Kinderschänderunterstützern verunglimpft wird, kam in den letzten Wochen noch der Vorwurf dazu rechtsradikal angehaucht zu sein. Die gleichen Leute, die noch vor einem Monat die Piratenpartei zur letzten Bastion gegen Orwells Überwachungsstaat verklärt hatten, hopsen jetzt im Dreieck, weil der Vorstand nicht Hals über Kopf Maßnahmen gegen ein Parteimitglied ergreift. Bei »Tales from the Mac Hell« (ich liebe diesen Blogtitel) steht dazu ein ausgezeichneter Ordnungsruf an die Piratenparteidisser.
Dabei hat der Vorstand in einer Art und Weise reagiert, die man bei anderen deutschen Parteien vergeblich sucht:
Durch die erneut laut gewordene Kritik innerhalb der Partei sowie in der Blog- und Twittersphäre hält der Vorstand eine noch klarere und deutlichere Distanzierung für nötig.
Quelle »
Ich behaupte mal, dass viele der etablierten Parteien noch gar nicht gemerkt haben, was Blog- und Twittersphäre überhaupt ist; geschweige denn, dass sie darauf reagieren. Man sieht ja, wie sie mit der Onlinepetition umgehen.
Wobei ich nicht sagen will, dass man diese Krise optimal bewältigt; bei weitem nicht. Aber man darf nicht vergessen, dass die Piratenpartei in den letzten Monaten ein paar Tausend neue Mitglieder bekommen hat und noch verdammt viele Dinge organisatorisch (und überhaupt ...) auf die Reihe bekommen muss. Aber deswegen die Piraten für unwählbar zu erklären – näh. Set fail for fail? Überhaupt nicht. Volle Kraft voraus! 
Ich mühe mich nach Kräften, einen bescheidenen Beitrag zu liefern. Weil der Piratenplanet ein wenig lieblos aussah, habe ich da ein paar Änderungen vorgeschlagen, die prompt eingebaut wurden.
Immer noch nicht gut, aber schon ein wenig besser. Und näher am Aussehen des Wikis. Wobei ich noch unsicher bin, ob ich mich eher am Wiki oder an der Website orientieren soll. Mal sehen.
Die Idee für Set Sail for Fail stammt übrigens von Dimitri, der mir freundlicherweise die Nutzung gestattet hat. Dimitri ist Fotograf und hat eine sehenswerte Website: www.dimitri-zaitsev.de.
Thursday, 2. July 2009
Pressemeldung der Piratenpartei Deutschland, 2. Juli 2009:
Bundestagspirat ergreift das Wort
Morgen finden im Bundestag Debatten zu den beiden Themen Grundrechte und Datenschutz statt. Dabei wird Jörg Tauss, Mitglied der Piratenpartei Deutschland, kritisch das Wort ergreifen.
Dieses wird die erste Rede sein, die ein Mitglied einer der europäischen Piratenparteien weltweit in einem Parlament hält und stellt damit einen bedeutenden symbolischen Schritt in Richtung einer konsequenteren Wahrung der Grundrechte durch die Politik dar.
vollständige Pressemitteilung lesen »
Nachtrag: Die Rede ist mittlerweile bei YouTube online via Die Welt, wie ich sie sehe
Tuesday, 30. June 2009
So, Petition gezeichnet, Finger wundgetippt, demonstriert, T-Shirt bestellt, eingetreten, Stammtisch besucht.
Und wie geht es weiter?
Nun, jetzt wird sich zeigen, ob alles nur eine Eintagsfliege war oder ob es auch nach dem Hype weitergeht. Zum Beispiel mit der Suche nach Lösungen. Anke Gröner versucht in ihrem Artikel »Die Unterhaltungsindustrie in den Zeiten der Cholera« Lösungsansätze zur Zukunft von Büchern, Musik und Filmen zu liefern.
Sunday, 21. June 2009
Abgesehen von zwei Gewerkschaftsveranstaltungen war ich in 44 Jahren noch nie bei irgendeiner politischen Veranstaltung. Höchste Zeit, das zu ändern, wenn man sich ansieht, was die Herrschaften in Berlin so treiben.
Am Samstag war ich in Karlsruhe bei der Mahnwache »Löschen statt Sperren«. Da waren die unterschiedlichsten Leute von Piratenpartei, AK Vorrat, SPD und Grünen bis hin zu ein paar an den T-Shirts (»Waffen töten keine Menschen. Computerspiele schon«) zu erkennenden Gamern. Und in der Hauptsache ganz »normale« Netzbenutzer, die keiner dieser Gruppierungen angehören (zumindest noch nicht).
Es war aber nicht so, dass alle nur mit Kerzen dasaßen. Da wurden Infoblätter verteilt und es wurde zum Teil lebhaft mit Passanten diskutiert und versucht, die Leute zu informieren.
Am Ende wurde der Sarg auf dem »Platz der Grundrechte« bestattet. (Verfassungsgericht wäre auch gut gewesen, aber dort gibt es die Bannmeile zu beachten)
Ich fand, das war eine sinnvolle Aktion. Natürlich weiß man nicht, was oder wieviel das bewirkt. Aber irgendwie muss man ja anfangen. Besser als wütende Twitter-Meldungen ist es allemal.
Mittlerweile gibt es ein Video bei YouTube und viele Fotos bei z. B. Tom Geiger, cratoo.de und palc.de.
Die ultimative Linksammlung zum 20. Juni gibts unter Wir sind das Volk.
Thursday, 18. June 2009
Ich erinnere mich, dass mein Opa diesen Satz früher ab und zu gerufen hat. Fand ich immer ein wenig seltsam und unverständlich. Und ich habe den Spruch schon sehr, sehr lange nicht mehr gehört. Jetzt gibt es sogar ein Lied dazu.
Bei Abgeordnetenwatch.de kann man nachlesen, wer wie abgestimmt hat.
»Das Internet vergisst nichts«
cwoehrl.de
PS: Wie war das? Es geht ausschließlich um Kinderpornographie und nieeemals um etwas anderes. Für wie blöd halten diese Herrschaften das Stimmvieh?
Der CDU-Bundestagsabgeordnete und baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl will über die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet hinausgehen und hat auch die Sperrung von Killerspielen ins Gespräch gebracht.
» Kölner Stadtanzeiger, Ausgabe Freitag (morgen!)
via Fefe
Edit: ach, hatte ich vergessen: Herr Strobl ist der Schiegersohn unseres Innenministers.
Edit2: Die geschätzten Herren von der ZAF haben die Liste als Blogeintrag veröffentlicht.
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