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Was war doch gleich Acta?

»Meine Schüler sind empört in den Unterricht gekommen und wollten Acta diskutieren. Der Traum jedes Sozialkundelehrers. Ich hab bloß keine Ahnung von Acta. Du kannst mir doch sicher helfen?«

ACTA Nö. Kann ich nicht. Ich habe resigniert. Zensursula, Hadopi, Gema, Sopa, Acta ... Die übermächtige Medienindustrie mit ihrem Lobbyistenheer wird das Netz schon kleinkriegen.

Wer sich trotzdem informieren und wehren will: hier eine kleine Linksammlung, nicht nur zu Acta.

Internet-Law: Ist die ACTA-Hysterie berechtigt?
Rechtsanwalt Thomas Stadler betrachtet die nüchternen Fakten. via ... ach, nichts.
Stopp ACTA
Die »Dagegen«-Webseite zum Thema
Spon - Acta und die Politik des Abgrunds
Sascha Lobo bringt die Gründe für die heftigen Proteste auf den Punkt.
Internet-Streik in den USA
Kurze Erläuterung von Jens Scholz.
Isotopp: Falscher Planet, falsches Jahrtausend
Alter, immer noch zutreffender Artikel (von 2009!) über die uns regierenden alten Männer mit Kugelschreibern und das Wesen aller IT: der Kopie.
11k2: US-Wissenschaftler enthüllen Wahrheit über Filesharing
Zum Forschungspapier zweier amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler über den Einfluß der Piraterie auf Kinoumsätze.
netzpolitik.org
Wer tief einsteigen will, findet dort alles.

Tschüß, Feedburner

Den allgemeinen Unwillen über Googles neue AGB habe ich zum Anlass genommen, meinen sowieso nicht mehr genutzten Account dort zu schließen. Im Nachhinein ist mir eingefallen, dass ich damit auch den über Feedburner erstellten Feed dieses Blogs lahmgelegt habe. Autsch.

Wer also weiterhin einen Feed (was ist das überhaupt?) dieses Blogs möchte, muss auf den von Serendipity bereitgestellten Feed wechseln.

... es genügt eine formlose Mitteilung

»Sollten Sie im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes keine postalischen Informationen der xxxxx wünschen, können Sie der Nutzung Ihrer Daten für Werbezwecke widersprechen. Es genügt eine formlose Mitteilung per Post / Telefon / Fax / Mail.«

Und sowas steht in einem Brief der Spaßkasse? Wer zum Teufel hat denen die Nutzung meiner Daten für Werbung genehmigt? Mann, Mann ...

Sehr geehrter Herr Kauder

Alle Welt lamentiert über die Forderung von Herrn Kauder, den bösen Urheberrechtsverletzern das Internet abzuklemmen. Warum kommt keiner auf die Idee, nachzuschauen, wie es der Forderer selbst mit dem Urheberrecht hält?

Keiner?

Doch. Ein Pirat hat sich die Webseite des Herrn angeschaut und geguckt, wo die vielen Fotos herkommen. Und über Abgeordnetenwatch gefragt, ob die alle lizenziert seien. Und o Wunder: seitdem scheinen viele Bilder von der Website verschwunden zu sein.

Gott sei Dank ist das Internet kein rechtsfreier Raum. Und es vergisst nichts.

Großartig!

siehe auch
Telepolis: »Müsste Siegfried Kauder das Internet gesperrt werden?«

Lesetipp: Datenschutz als Falle

»[...] Die Kampflinie Datenschützer vs. Staat haben die großen Parteien durch massives agenda-setting abgelenkt auf Datenschützer vs. Google und Facebook.
Daraus resultiert auch die Heuchelei, die Erfassung von IP-Adressen als datenschutzwidrig darzustellen, während man gebetsmühlenartig eine Vorratsdatenspeicherung fordert die erst dafür sorgt, dass eine IP auf einen Anschluss zurückzuführen ist.«

Die Kinderfresser-Bar: Datenschutz als Falle

Ein Beitrag, der zum Nachdenken anregt.

Servus Elena

Hurra! ELENA soll auf Eis gelegt werden. Ganz tot scheint es leider nicht zu sein. Und es wird aus den falschen Gründen eingestellt. Egal. Hauptsache aus.

»Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben sich nach eingehender Überprüfung des ELENA-Verfahrens darauf verständigt, das Verfahren schnellstmöglich einzustellen.
Grund ist die fehlende Verbreitung der qualifizierten elektronischen Signatur. [...]«

Quelle: BWMi - Pressemitteilungen

Kartenzahlung? Nein Danke

Ungemein praktisch, das Bezahlen mit der EC-Karte. Leider nicht nur für den Besitzer.

»Daten von Kunden, die in Supermärkten, Baumärkten oder an Tankstellen mit EC-Karte und Unterschrift zahlen, sollen statt wie bisher bis zu einem Jahr nur noch "einige wenige Tage" gespeichert werden.« [...]
NDR Info hatte voriges Jahr unter anderem aufgedeckt, dass Easycash Bewegungsprofile von EC-Karten-Kunden verkauft hat. [...]

Quelle: Heise Security

Hallo?

Mir war ja klar, dass meine Bank die Infos hat, wo ich wieviel Geld per Kartenzahlung ausgebe. Dass auch noch Dienstleister mit diesen Infos hausieren gehen ... Am Ende speichern auch noch die Geschäfte die Daten?

Wie man bei dieser Handy-Verbindungsdaten-Aktion in Sachsen gesehen hat, werden vorhandene Daten auch genutzt. Frei nach dem Motto »Wir überlegen uns, welcher Mißbrauch im schlimmsten Fall möglich ist und schauen dann, wie die Realität das locker übertrifft«. Gibt ja auch Firmen, die gesammelte Daten der verkauften GPS-Geräte verticken.

Mein Prepaid-Mobiltelefon habe ich fast nie dabei, das liegt ausgeschaltet zu Hause. Künftig werde ich dann auch noch den Akku 'rausnehmen. Ein »Navi« habe ich nicht. Und Kartenzahlungen? »Nur Bares ist Wahres«.

Nächste Woche besichtige ich eine Wohnhöhle im Pfälzer Wald. Dort werde ich dann bei Kerzenlicht und Lagerfeuer mit Tinte auf Pergament bloggen. Oder vielleicht gleich mit Hammer und Meißel auf Marmor. Hält länger. Und zur Sicherheit vergrabe ich die Ergebnisse.

Jetzt auch mit GnuPG

U Dem Support von Uberspace.de kann man jetzt auch mit GnuGP verschlüsselte Mails schicken (GnuPG-Key B7239DE6). Boah ey! :-)

Logo Zur Erinnerung: E-Mails sind die Postkarten des Internets. Jeder in der Transportkette kann unverschlüsselte Mails mitlesen. Wer jetzt mit dem Argument »Ich hab doch nichts zu verbergen« kommt, sollte sich ein bischen auf der Seite Selbstdatenschutz.info umschauen.

Wer Thunderbird als E-Mail-Programm nutzt, kann GnuPG relativ einfach mit der Erweiterung Enigmail einbauen. Die Nutzung ist sehr komfortabel.